vom Lünsberg !

Der Labrador Retriever......

zählt zu den beliebtesten Hunderassen. Dies verdankt er seinem freundlichen Wesen, seiner Kinderfreundlichkeit und seinem "will to please", seinem Willen, es seinem Menschen recht zu machen.

Durch die letztere Eigenschaft ist er als Jagdhund besonders geeignet. Beim Apportieren ist dieser Hund einfach unschlagbar. Sein Name sagt es eigentlich bereits: Das englische Verb -to retrieve- bedeutet abholen, zurückbringen. Der Labrador stammt ursprünglich aus Neufundland (Ostkanada). Englische Fischer nahmen die kleineren Hunde nach England mit. Dort wurden sie mit Pointern, Settern und anderen Retrieverrassen gekreuzt. Im Jahre 1903 wurde der Labrador vom englischen Zuchtclub anerkannt. Dieser Club registrierte auch Labradors, die aus Kreuzungen hervorkamen. Weil es bei Ausstellungen deswegen immer wieder Schwierigkeiten gab, gründeten im Jahre 1916 eine Reihe von Besitzern den englischen Labrador Retriever Club. Das Registrierverfahren wurde geändert. Der erste Labradorwurf in Deutschland wurde im Jahre 1966 beim VDH eingetragen.

Von allen Hunderassen die von der F.C.I. (Federation Cynologique International- Dachverband der westeuropäischen Kynologenverbände) anerkannt worden sind, wurde ein Standard erstellt. Der sogenannte Rassestandard. Er beschreibt das Idealbild, dem die Hunde der jeweiligen Rasse entsprechen sollten.


Rassestandard des Labrador Retrievers (FCI-Standard Nr. 122 c/8.1) Ursprungsland: Großbritannien
Allgemeines Erscheinungsbild:
Kräftig gebaut, kurz in der Lendenpartie, sehr aktiv; breiter Schädel, Brust und Rippenkorb tief und gut gewölbt; breit und stark in der Lende und Hinterhand.
Charakter:
Gutmütig, sehr bewegungsfreudig. Verzügliche Nase, weiches Maul, Wasserfreudigkeit, anpassungsfähig, treuer Begleiter.
Wesen:
Intelligent, aufmerksam und leichtführig, mit großem Bedürfnis seinem Besitzer zu gefallen. Von freundlichem Naturell, keinerlei Zeichen von Aggressivität oder unberechtigter Scheue.
Kopf  und Schädel:
Breiter Schädel mit deutlichem Stop, klar modelliert ohne fleischige Backen, Kiefer von mittlerer Länge, kraftvoll, nicht spitz, Nasenschwamm breit, gut ausgebildete Naenlöcher.
Augen:
Mittelgroß, dabei Intelligenz und gutes Wesen zeigend, braun oder haselnußfarbend.
Behang:
Nicht groß oder schwer, dicht am Kopf anliegend, hoch und ziemlich weit hinten angesetzt.
Gebiss:
Kiefer und Zähne kräftig mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.
Hals:
Trocken, stark, kraftvoll, in gut gelagerte Schultern übergehend.
Vorhand:
Schulteblätter lang und schräg liegend. Vorderläufe mit kräftigen Knochen und von den Ellenbogen zum Boden gerade, sowihl von vorne wie auch von der Seite betrachtet.
Gebäude:
Brust von guter Breite und Tiefe, stark gewölbter fassförminger Rippenkorb, gerade obere Linie. Breite, kurze und kräftige Lendenpartie.
Hinterhand:
Gut ausgebildet, nicht zur Rute hin abfallend, gut gewinkelte Kniegelenke. Tiefstehende Sprunggelenke, Kuhhessigkeit im höchsten Maße unerwünscht.
Pfoten:
Rund, kompakt; gut gewölbte Zehen mit gut ausgebildeten Ballen.
Rute:
Charakteristisches Merkmal, sehr dick im Ansatz, sich allmählich zur Rutenspitze verjüngend, mittellang, ohne Befederung, jedoch rundherum stark mit kurzem, dickem und dichtem Fell bedeckt, damit in der Erscheinung rund, dies wird mit der Otterrute umschrieben. Kann fröhlich, jedoch nicht gebogen über dem Rücken getragen werden.
Gangart/Bewegung:
Frei, raumgreifend, dabei in der Vorder- und Hinterhand gerade und parallel.
Haarkleid:
Kurz, dicht, nicht wellig, ohne Befederung, fühlt sich ziemlich hart an, wetterbeständige Unterwolle.
Farbe:
Einfarbig, schwarz, gelb, oder leder/schokofarbig. Gelb reicht von hellcreme bis fuchsrot. Ein kleiner weißer Brustfleck ist erlaubt.
Größe:
Ideale Schulterhöhe:  Rüden 56-57 cm, Hündinnen 54-56 cm
Anmerkung:
Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich ständig im Hodensack befinden.